Hersteller-Portraits

Badilatti

Cafè Badilatti ist die höchstgelegene Kaffeerösterei Europas. Der Familienbetrieb aus Zuoz nahe St. Moritz steht seit drei Generationen für qualitativ hochstehenden Kaffee. Für Geniesser, die das Besondere suchen. In der dritten Generation hat nun Daniel Badilatti das Ruder übernommen.

Schnee, Sonne, Jetset, Polo, Pferderennen oder einfach ein traumhaftes Ferienparadies - das verbindet man gewöhnlich mit dem Engadin. Pizzochels, Plain in pigna, Engadiner Nusstorte und Bergkäse auch. Aber nur wenige wissen, dass sich in Zuoz - 15 Kilometer von St. Moritz entfernt und auf 1715 Meter über Meer - die höchstgelegene Kaffeerösterei Europas befindet: Cafè Badilatti.

Der Familienbetrieb steht seit drei Generationen für qualitativ hochstehenden Kaffee. Die Bohnen, die bei Cafè Badilatti geröstet werden, stammen grösstenteils aus umwelt- und menschenfreundlichen Produktionsstätten. Viele Kaffeegeniesser in Graubünden trinken Badilatti Kaffee, aber auch in der restlichen Schweiz findet die Engadiner Kaffeemarke immer mehr Anhänger. Die Belieferung der Kunden erfolgt entweder per Hauslieferung, Transporteur oder Postversand.

Ein Grossteil des verarbeiteten Rohkaffees bei der Firma Badilatti stammt aus kleinen Genossenschaften rund um den Äquator von Mittel- und Südamerika über Afrika und Indien bis nach Indonesien.

Dabei sind umwelt- und menschenfreundliche  Produktionsbedingungen sehr wichtig. Deshalb hat Firmenchef Daniel Badilatti noch vor der Stiftung Max Havelaar den Gedanken des genossenschaftlich produzierten Kaffees aufgenommen und umgesetzt. Auf den Indonesischen Inseln Java und Sumatra unterstützt Cafè Badilatti mehrere Genossenschaften. Regelmässig ist Daniel Badilatti vor Ort, um sein Wissen und seine Philosophie jedem einzelnen Bauern weiterzugeben.
Ausserdem garantiert Cafè Badilatti diesen Genossenschaften eine gewisse Menge Rohkaffee pro Jahr zu einem fixen und gerechten Preis abzunehmen. Mit diesem Mehrerlös und die gewonnene Sicherheit können diese Kaffeebauern auf Java und Sumatra ihre Infrastrukturen aufrechterhalten und ihre Produktion stetig verbessern. Die Bauern wissen, dass sie für ihren Kaffee einen fairen Preis erhalten und Cafè Badilatti kann sich auf die Produzenten verlassen, die qualitativ hoch stehenden Kaffee liefern.

Und: Cafè Badilatti unterstützt als Mitglied die Nonprofit Organisation "Coffeekids" – eine Institution, die sich für das Wohlergehen der Kinder der Kaffeebauer einsetzt und für diese Schulen, Ausbildungen und medizinische Unterstützung vor Ort bereitstellt. Die „Coffeekids“ sind vor allem in Lateinamerika aktiv. Für dessen grossen Einsatz sammelt Cafè Badilatti im Museum Geld, das ohne bürokratische Umwege direkt diesen Kaffeekindern zu Gute kommt.

 

Cascina Belvedere

Seit Generationen ist Cascina Belvedere bekannt für ihren hervorragenden Risotto. Die Geschichte beginnt 1878 mit Eusebio und Marianna Picco. Heute leitet Benedetto und Mariacarla die Geschicke des Familienunternehmens.

Zur Phiolosophie der Familie Picco zählt neben hoher Qualität den Respekt gegenüber der Natur! Denn die Natur schenkt in Kombination mit fleißiger Arbeit auf den Reisfeldern der Familie die Risotti der höchsten Spitzenqualität.Besonders stolz ist die Familie auf der Bio-Zertifizierung ihrer Produkte.

Castelas

Nach einem Ausflug nach Arizona, der 15 Jahre lang dauerte, entschieden sich Catherine und Jean-Benoit Hugues wieder zu ihren Wurzeln zurück zukehren.

Obwohl beide schon von Kindesalter an mit der Landwirtschaft vertraut waren (Catherine ist die Tochter eines Winzers und Jean-Benoit Sohn eines Bauern) verschrieben sie sich erst der Wissenschaft. Aber der Ruf der Natur hat beide nach Frankreich zurückgeholt und so bewirtschaften die Naturwissenschaftlerin und der Ingenieur heute 36 Hektar und pressen ihr Öl in der 2002 erbauten Mühle.

Diese Ölmühle steckt voller Überraschungen und trickreichen Details. Dank des Wissenshintergrundes einer Winzerfamilie errichteten sie die Mühle auf zwei Ebenen. So werden die Oliven angeliefert, sortiert und gewaschen sowie zermahlen auf der oberen Ebene. Das Öl tropft dann der Schwerkraft folgend auf die untere Ebene in Stahltanks. Daher können die Hugues auf Pumpen zur Beförderung vollständig verzichten und auch der Wasch- und Verleseprozess findet im geschlossenen Raum statt.

Seit 2002 haben ihre Öle 16 Preise und Medaillen gewonnen. Mit größten Stolz erfüllt die Hugues, dass sie 2009 zum siebten Mal in Folge die Goldmedaille auf der "Concours Général Agricole" in Paris gewonnen haben. Diese Leistung hat bislang noch kein Olivenölerzeuger erreicht. Außerdem sind sie "Stammgast" beim großen Olivenöltest von "Der Feinschmecker". Auch hier glänzt Castelas mit einer tadellosen Auszeichungsreihe in Folge.

 

Estoublon

Das Schloss aus dem 18. Jahrhundert steht in Mitten der 200 Hektar großen Anlage. Es ist erstaunlich nüchtern und gedrungen, strahlt dafür viel Würde und Ruhe aus. Doch nicht überall wachsen Oliven: 48 Hektar werden mit Olivenbäumen kultiviert, während 20 Hektar den Weinreben vorbehalten sind.

Schlossherr Rémy Reboul hat der Schweiz den Rücken gekehrt und widmet sich ganz seiner Leidenschaft: Olivenöle, edle Weine und feinste Tapenade. Seine Frau Valérie stammt aus einer Schweizer Uhrenhersteller Dynastie. Beiden ist jedoch die Pflege der Heine und Reben wichtiger als die Fassade des Schlosses.

Im Inneren haben sie jedoch schon modernisiert und eine imposante Küche eingebaut, in der ein Starkoch neue Kreationen ausprobiert. So wurden auch die feinsten Tapenaden entwickelt.

Aus den Früchten der 6.700 Olivenbäume der Sorten Grossane, Salonenque, Berguette und Picholine zaubert die Familie Reboul eine Vielzahl von Crus. Vor allem durch die Verwendung von unterschiedlich lang gereiften Oliven sorgen für Öle mit großer Persönlichkeit und eigener Note.

Doch das Perfektionsstreben geht noch weiter: Valérie lädt Olivenölliebhaber ein und lässt sie aus den unterschiedlichen Olivenölen des Châteaus ihren eigenen Blend kreieren.

Dem Erfolg beim Großen Olivenöltest von "Der Feinschmecker" 2008 mit Auszeichnungen für Grossane, Picholine und dem A.O.C. Blend wurde 2009 mit der Auszeichnung 2009 für Grosanne als "bestes Olivenöl Frankreichs" die Krone aufgesetzt. 2010 Erhielt das reinsortige Beruguette die begehrte Auszeichnung als „bestes Olivenöl Frankreichs“; ein wahrer Triumpfzug!

 

Cuscina

In der Nähe von Palermo auf Sizilien befindet sich das Anwesen von Olio Cuscinà. Vor 35 Jahren verliebte sich Signora Layla in das Land und seine Olivenhaine. Heute führt die charismatische Tochter Dr. Alessandra das Gut und produziert zusammen mit Ihrem Vater ein sensationelles Olivenöl. Für das biologisch hergestellte "denocciolato" werden die Oliven der Sorte Cerasuola zunächst entkernt, bevor sie gepresst werden. Die Maschine zur Entkernung wurde von Signor Layla persönlich entwickelt.

Insgesamt waren wir unglaublich von der Mühle beeindruckt, die uns mehr an einen modernen Operationssaal erinnerte. Die Familie legt höchsten Wert auf Sauberkeit und schonende Verarbeitung. Daher ist es auch nur folgerichtig, dass das "denocciolato" auch dieses Jahr im Mai 2008 von "Der Feinschmecker" als eines der besten Olivenöle der Welt ausgezeichnet wurde. Völlig zu Recht, wie wir meinen!

Sizilien ist eine sehr trockene und heiße Region. Während unseres Besuches durften wir 35 Grad und Scirocco-Wind genießen. Damit die Olivenbäume nicht unter der Hitze leiden, hat sich der findige "Papa" etwas Besonderes einfallen lassen. Alle Bäume sind durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem verbunden. Das Wasser stammt vom hauseigenen Stausee.

Aber neben den Olivenbäumen wachsen und gedeihen noch viel mehr Pflanzen auf dem Anwesen. Orangen, Zitronen, Feigen, Blumenkohl, Ruccola und Artischocken werden angebaut. Diese werden jedoch nicht verkauft! Sie dienen rein zur Selbstversorgung. Das Gut würde sich auch hervorragend zum Agriturismo eignen, da es neben einem Tennisplatz auch über ein erstaunlich großes Schwimmbecken verfügt, aber die Familie möchte lieber den Frieden und die Ruhe in mitten ihres Paradieses alleine genießen.

 

Due Vittorie

Neben Leonardi und Malpighi ist Due Vittorie einer der wichtigsten Acetihersteller für uns. Die Acetaia von Due Vittorie liegt etwas außerhalb von Modena. Hier werden ausschließlich Lambruscotrauben für die Herstellung des Aceto Balsamico verwendet.

Außerdem hat sich Due Vittorie auf nur eine Altersstufe fokussiert: einen fünfjährigen Balsamessig. Der "Maletti" zeichnet sich durch eine für sein Alter außergewöhnliche Dickflüssigkeit aus. Der Maletti zählt bei unseren Gastronomiekunden zu den beliebtesten Balsamessigen.

Bei unserem Besuch im Juni 2008 erfuhren wir als Erste von einer Neuheit: Due Vittorie möchte einen Aceto Balsamico mit Tabasco auf den Markt bringen! Die ersten Geschmacksproben, die wir verkosten durften, waren mehr als beeindruckend. Freuen Sie sich auf dieses Produkt! Wir werden Sie informieren, sobald die ersten Flaschen erhältlich sind.

Zeitgleich informieren wie Sie über ein neues Flaschendesign. Die Qualität und Produkt gut wie eh und je, präsentiert sich "unser fünfjähriger" nunmehr mit blauen Etikett und neuer Flaschenform.

 

Galantino

Galantino zählt zu den renommiertesten Herstellern in Italien und zu den herausragenden in Apulien. "Mastri Oleari dal 1926": so lautet der Familienslogan und deutet auf die traditionsreiche Familiengeschichte hin.

In Bisceglie, einem malerischen Küstenstädtchen in Apulien, liegt die Ölmühle der Familie, die von Vito Galantino gebaut wurde. Die Oliven stammen aus "La Fenice", dem 47 Hektar großen Anwesen der Famlie auf dem 15.000 Bäume der Olivensorten Ogliarola und Carotina stehen.

Qualität, Qualität, Qualität. Das predigt das Familienoberhaupt damals wie heute seiner Familie und den Mitarbeitern. Dass diese diesen Anspruch umsetzen beweisen BIO und D.O.P. Zertifiezierungen sowie zahlreiche Auszeichnungen. 2009 erzielte beispielsweise das Terra di Bari D.O.P. einen Spitzenplatz im großen Olivenöltest von "Der Feinschmecker". Aber auch in Übersee ist die Familie erfolgreich: Gold 2008 in Los Angeles, Gold 2007 in Montreal und Shanghai.

Wir sind glücklich, dass wir gerade im Bereich der "aromatisierten" Olivenölen den perfekten Partner gefunden haben, der die Öle auf qualitativ höchsten Niveau herstellt. Keine künstliche Aromastoffe, kein Einlegen von Aromaten. Die Früchte und Kräuter werden gleichzeitig mit den Oliven verpresst.

 

La Uliva

Marco Alabiso hat sich dem Olivenanbau verschrieben und sein wichtigstes Anliegen ist die Einhaltung der biologischen Landbau Kriterien. Er möchte nicht nur den ganz natürlichen Duft und Geschmack des Olivenöls schützen, sondern auch die Umwelt schonen. Erst 1996 entschloss sich der ruhige und zurückhaltende Sizilianer den Betrieb aufzunehmen.

Auf 3,5 Hektar werden die Sorten Nocellara Etnea, Carolea, Giraffa und Minnulara angebaut. Damit erzielt die Familie ein Produktion von 2.500 Litern.

Von sich aus berichtet Marco Alabiso nicht über die Erfolge, die sein Olivenöl bereits gefeiert hat. Erst nach gründlicher Recherche fand wir heraus, dass La Uliva bereits seit 2001 11 Titel eingesammelt hat. Während andere Erzeuger mit ihren Preisen wuchern, ist Marco Alabiso eher innerlich stolz, als es nach Außen zu posaunen.

Die Nachricht von der Auszeichnung im "Feinschmecker" als eines der besten Olivenöle der Welt im Mai 2008 wollten wir Marco gerne persönlich überbringen. Bei diesem Besuch zeigte der ruhige Sizilianer voller Stolz seinen neuesten Erwerb. Weniger Meter außerhalb der Stadtgrenzen Riesis hat Marco nun ein neues Anwesen gekauft. Wir staunten nicht schlecht, da jede Menge Arbeit und Einsatz erforderlich ist, um das Gut wieder erblühen zu lassen. Es besitzt neben zwei verfallenen kleinen Wohnhäusern eine antike verfallene Ölmühle, die er herrichten möchte.

Marco hat sich nun als neue Aufgabe gesetzt, alle Gebäude zu restaurieren und das Gut wieder mit Olivenbäumen zu kultivieren. Wir sind schon sehr gespannt, wann das Gut wieder in alter Pracht erstrahlen wird.

 

Leonardi

Das Traditionsunternehmen Leonardi wurde 1871 in Magreta bei Modena gegründet. In einem wunderschönen Anwesen inmitten der Traubenreben reifen die herrlichen Aceti Balsamico und Condimenti auf dem Dachboden, der so genannten Acetaia.

Momentan lagern in 2.000 Fässern (darunter Eichen-, Kirsch-, Wachholder-, Esche-, Maulbeer-, und Rubinienfässer) die Kostbarkeiten sowie das gesamte Wissen der Familie Leonardi. Bis zu 100 Jahre kann der Aceto in den Fässern reifen.

Ausschließlich Trebbiano Trauben werden für die Erzeugung der Aceti verwendet. Und dieser wächst ja direkt vor der Haustür. Wir hatten den Leonardis nicht geglaubt, als wir nach einer Tankstelle gefragt haben und die Antwort erhalten haben: "am Ende unseres Landes biegen Sie links ab und da finden Sie eine Tankstelle". Wir hätten niemals geglaubt, dass wir kilometerlang an den Weinreben entlang gefahren. Wer so einen Satz sagen kann, kann sich glücklich schätzen.

Crema Balsamico ist bereits bekannt. Besonders stolz ist die Familie auf die Entwicklung von Crema di Balsamico Bianco! Eine Neuheit auf dem Markt. Eine "alte Bekannte" auf dem Markt sind die "Aceto Balsamico Tradizionale", die Leonardi anbietet. Der Tradizionale ist wohl eines der meistkontrollierten Lebensmittel der Welt: mehrköpfiges Gremium, weit reichende Analysen, limitierte Auflagen und vorgeschriebene Verpackung.

Erst durch Leonardi haben wir unsere Liebe für Aceto Balsamico neu entdeckt. Die Geschmacksvielfalt und Variationen, die die Leonardi Aceti bieten sind in unseren Augen unerreicht.

Wir geben es zu. Wir besuchen Leonardi unglaublich gerne, denn immer wieder entdecken wir neue Kostbarkeiten. Im Sommer 2008 wurde uns zum ersten Mal die Ehre zuteil, einen 100 Jahre alten Aceto Balsamico zu verkosten. Fairerweise werden wir hier Ihnen NICHT beschreiben, wie unglaublich intensiv und lecker dieser Balsamessig schmeckt, um Ihnen nicht das Wasser im Munde zusammen laufen zu lassen, denn wir wollen keine Rechnungen für Schäden an der Tastatur und Bildschirm übernehmen.

Aber ganz im Ernst, wir wissen nun sehr genau um die Magie und die Begeisterung, die echter, alter Aceto Balsamico seit Generationen innehat: nicht nur ein Lebensmittel, sondern eine Philosophie.

 

Malpighi

Über 150 Jahre Erfahrung hat die Familie Malpighi aus Modena in der Erzeugung von Spitzen Aceti und Condimenti.

Die Familie verwendet ausschließlich die hocharomatischen Trebbiano Trauben für ihre Aceti. Diese wachsen in den Reben etwas außerhalb von Modena. Im Gegensatz dazu liegt die "Acetaia" direkt in der Stadt. Im 19. Jahrhundert waren die in Zünften zusammengeschlossenen "Essigbrauer" angesehene und wohlhabende Stadtleute, denn Aceto Balsamico war damals ein seltenes und teures Gut.

Die Kronjuwelen der Familie ist zweifellos der "Tradizionale". Wenn ein Erzeuger das strenge Kontrollverfahren besteht, dann gehört er zur ersten Liga der Hersteller.

Die jüngste Generation der Malpighis hat nun ein neues Geschäftsfeld erschlossen: ein eigenes Restaurant.

Dieses Restaurant kocht selbstverständlich mit den hervorragenden Aceti und Condimenti der Familie und überzeugt damit die Gaumen aller Gäste. Hier erkennt selbst der Laie, welche ungeahnten Verwendungszwecke ein Aceto bieten kann.

Wie eine Bombe schlug nicht nur bei uns beim Verkosten vor Ort, sondern auch bei unseren Kunden in Baden-Baden die neueste Kreation aus dem Hause Malpighi ein. Ein Gelee aus dem fünfjährigen Prelibato. Ein Gaumenschmaus für gereiften Hartkäse wie Parmigiano oder Pecorino und zu Gorgonzola sowie zu Patés.

Kosten Sie auch "Saporina", das Gelee aus dem siebenjährigen Saporoso!

 

Monte Croce

Domenico Venturini entschied sich vor mehr als 50 Jahren als "guter Gardesano", nicht nur auf die Herstellung eines guten Weines, sondern auch auf die eines guten Öles zu setzen. Doch mit den Jahren ließ die Liebe zur Weinrebe nach. So blieben der Familie letztendlich nur einige Reihen an Weinreben und ein jedes Mal, wenn ein Trebbiano- (Lugana-) oder Groppello- Weinstock einging, wurde dieser unverzüglich durch einen Olivenbaum ersetzt.

Wahrscheinlich war dies die schicksalhafte Bestimmung für den Betrieb. So wurde der Entschluss gefasst sich nur noch dem Olivenanbau zu widmen und entschied sich für den Bau einer eigenen Presse inmitten seines Anwesens. Nach wenigen Jahren stand sein Sohn Egidio, der erfolgreich Agrarwirtschaft in Brescia studierte, zur Seite und übernahm kurz darauf den Betrieb mit der Überzeugung, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Heute leitet Paolo die Geschicke und er macht sein Sache mehr als gut. Preise, Medaillen und ein einzigartiges Öl sprechen dafür, dass die Entscheidung mehr als richtig war.

Das Anwesen liegt wunderschön etwas oberhalb des Gardasees in Desenzano. Von der Strasse aus kann man die Anlage nicht einsehen und so "übersieht" man leicht die Schönheit des alten Gemäuers.

Lediglich 20 Hektar und 10.000 Pflanzen stehen Paolo zur Verfügung. Schnell ist das Öl noch vor der neuen Ernte verkauft. Dies ist nun mal der normale Zustand im kleinsten Anbaugebiet Italiens, das nur 1% des italienischen Öles ausmacht.

Nicolas Alziari

 

Auf eine fast 140 Jährige Geschichte kann die Familie Alziari als Olivenölerzeuger zurückblicken. Doch die verheerende Kälteperiode im Winter 1955/1956 hätte fast die Familiengeschichte beendet. Nur durch starken Willen, noch mehr Mut, Fleiß und Geschick konnte die Alziaris die Geschichte fortschreiben.

Heute ist die Hulierie de la Madeleine die letzte existierende Ölmühle in Nizza.

Das Olivenöl wird nach dem "Genueser Verfahren" gewonnen: nachdem die Oliven zu einem Brei vermahlen wurden, wird kaltes Wasser dem Olivenbrei zugefügt. Das Öl, das sich an der Wasseroberfläche absetzt, wird dann abgeschöpft.

Die Fahrt zur Mühle wird zur Erlebnistour. Der Boulevard de la Madeleine, der vom Boulevard des Anglais abzweigt fängt mehrspurig an und windet sich durch die Vororte Nizzas. Der Boulevard wird immer enger und wenn man glaubt, dass es so weit draußen gar keine Mühle mehr geben kann, dann ist man auf dem richtigen Weg.

Von Außen ist die Mühle völlig unscheinbar, fast schon leicht heruntergekommen. Schwer vorzustellen, dass hier eines der bekanntesten und besten Olivenöle Frankreichs erzeugt wird. Im Inneren fühlt man sich zurückversetzt in eine vergangene Epoche. Der Besuch erinnert etwas an eine Museumsbesichtigung.

Aber wir so oft im Leben ist das Entscheidende der Inhalt und nicht die Verpackung. Wir sind froh, die Mühle entdeckt zu haben und freuen uns immer, wenn wir die Fahrt nach Nizza antreten, dass der Weg sicherlich mehr als interessant werden wird.

 

 

Olio Roi

 

Wir schreiben das Jahr 1900. Giuseppe Boeri (Kunstname Roi) entscheidet sich, dass seine Familie sich zukünftig dem Olivenanbau widmen soll.

Heute ist Olio Roi eine der bekanntesten Erzeugerfamilien in Italien. Ihre Öle sind reich dekoriert mit Preisen und Medaillen.

Die Familie Boeri verzichtet bewusst auf chemische Schädlingsbekämpfung und verweist mit Stolz auf die lange Tradition im biologischen Anbau.

Während Carte Noir, das milde Tropföl, das Aushängeschild ist, betrachtet die Familie Cru Gaaci als die Kronjuwelen der Ölmühle. Diese befindet sich im Valle di Argentina und wird ausschließlich mit Oliven der Sorte Taggiasca versorgt.

Wenn man die wunderschönen bastumwickelten Carte Noire Flaschen oder die parfumflakonähnliche Flasche Cru Gaaci, die in einer Holzschatulle lagert, kennt, ist von der Schichten Mühle etwas überrascht. Statt Prunk und Protz herrscht hier Sachlichkeit. Dafür wird der Besucher im Laden entschädigt. Viel Holz, ein alter Olivenbaum und ein alter knarrender Dielenboden sorgen für die perfekte Atmosphäre.

Neben den exzellenten Olivenölen hat sich Olio Roi auch noch auf Pesto und eingelegtes Gemüse spezialisiert. Darüber hinaus wurde noch eine spezielle Kosmetiklinie mit Olivenöl entwickelt, Damit ist nicht nur für das leibliche Wohl gesorgt.

Kleiner Tipp: weiter hinten im Valle di Argentina wird schwarzer Granit gebrochen. Wenn sie einen Lastwagen hören oder sehen, dann bringen Sie sich und Ihr Fahrzeug in Sicherheit. Diese LKW Fahrer kennen kein Erbarmen!

Pago Baldios San Carlos

Pago Baldios San Carlos ist ein wahrer Geheimtipp unter den Produzenten Spaniens: der kleine Betrieb der Familie Sanchez ist ausgerichtet auf höchste Qualität.

Davon zeugen auch die Auszeichnungen unter anderem auf die Los Angeles County Fair (Silbermedaille 2008 & 2009) sowie  die Goldmedaille Sol D'Oro 2009. Dieser Preis ist besonders bemerkenswert, da es knapp an ein Weltwunder grenzt, dass ein spanisches Olivenöl in Italien einen Preis erhält. Nebenbei wurden weitere drei Goldmedaillen allein 2009 erzielt.

Neben der Arbequina und der Cornicabra versuchen Ana und José auch die Manzanilla Cacereña zukünftig anzubauen. Auf der Farm wachsen allerdings nicht nur Oliven. Pago Baldios ist ebenfalls für sehr hochwertigen Tabak bekannt. Dieser wird nach Deutschland exportiert und hier zu Zigaretten weiterverarbeitet. Außerdem werden noch Kirschen kultiviert, die dann in Casceres weiterverarbeitet werden.

Das Pago Baldios extremen Wert auf Qualität legt spiegelt sich in der gesamten Philosophie des Hauses. Selten war bei einem Besuch unter dem Jahr (also nicht zur Erntezeit) eine Mühle in einem derart ordentlichen Zustand. Voller Stolz berichtete Maite Parra Gomez, dass ein Mitarbeiter eine besondere Vorliebe für das Putzen und Instandhalten der Anlagen hat und daher die Mühle ganzjährig in einem Top Zustand ist. Die schonende Ernte direkt vom Baum, die zügige Weiterverarbeitung in der Mühle unter Ausschluß des Sauerstoffs und Lagerung in moderenen Inoxzisternen, die mit Argon befüllt sind, um ein oxidieren des Olivenöles zu unterbinden sind für dieses Haus Selbstverständlichkeiten.

Bei unserem letzten Besuch im Mai 2010 bei dem Spaziergang mit Maite Parra Gomez und Mohamed, dem verantwortlichen für die Baumpflege auf der Farm, konnten wir sehen, wie viele Blüten und Fruchtknospen an den Bäumen hängen. Wir waren dieses Jahr sehr begeistert von der Blütenpracht in der Extremadura, begünstigt durch den vielen Regen im Frühjahr. Selten traf der Spruch "es grünst so grün, wenn Spaniens blüten blühen" so zu als auf die Extremadura in diesem Frühjahr / Frühsommer.

Die Familie Sanchez verkauft ihr Olivenöl nicht nur dem spanischen Königshaus, sondern auch der Spitzengastronomie: Ferrán Adriá und Enrique da Costa sind nur zwei der wichtigsten unter den Befürwortern von Pago Baldios Olivenölen. In Deutschland verwenden ebenfalls Sterneköche wie Andreas Krolik im Park Restaurant (Brenner's Parkhotel & Spa - Baden-Baden) und Michael Kempf im Facil (The Mandala - Berlin) das Gold der Extremadura.

 

Podere Forte

Im Valle d‘Orcia auf einem sanften Hügel liegt das bemerkenswerteste Anwesen. Diese Ölmühle hat einen Designpreis mehr als verdient und uns würde es nicht wundern, wenn wir das Anwesen eines Tages in "Schöner Wohnen" wieder entdecken würden.

Das Tal wurde 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe deklariert und wird im Westen vom Monte Amiata, dem höchsten erloschenen Vulkan Italiens begrenzt. In dieser zauberhaften Kulisse kultiviert die Familie Forte Frantoio, Leccino und Moraiolo Oliven.

Aber die Familie Forte war nicht immer im Valle d‘Orcia ansässig. Filius Pasquale Forte folgte nicht der langen Familientradition: statt das Anwesen seines Vaters in Calabrien zu übernehmen, schuf sich Pasquale Forte eine neue Zukunft in der Toskana.

Noch nie haben wir so eine Ölmühle gesehen: Marmoreingang, geflieste und überdachte Entladezonen für die LKW, Granit Fußboden im Keller zur Lagerung der Öle, designpreisverdächtiger Degustationsraum. Und das Gebäude liegt in einer parkähnlichen Anlage. Wir können keinen schöneren Arbeitsplatz für Olivenölherstellung als das Anwesen von Familie Forte.

Podere Forte ist im Übrigen weit aus bekannter für seine hervorragenden Weine. Für die Familie war klar, dass ihr Olivenöl ebenso erstklassig werden muss wie ihr Wein und daher werden die Oliven sehr früh geerntet und innerhalb von 8 Stunden verarbeitet, um die höchste Qualität und Geschmacksintensität zu erhalten.

 

Ranise

Ranise ist ein kleiner Familienbetrieb aus Imperia. Die Heine liegen bei Dolcedo, einem mittelalterlichen Bergdorf, das viele Deutsche kennen.

Die Ölmühle liegt in Imperia, der Provinzhauptstadt. Sie ist so klein und unscheinbar, dass wir sie jedes mal sehr aufmerksam suchen müssen, um nicht daran vorbei zu fahren. Ranise ist der kleinste Erzeugerbetrieb in unserem Olivenöl Sortiment.

Hier packt die Oma noch mit an und der Schwager verpackt schon mal die Flaschen. Eile darf man auch nicht mitbringen, denn hier geht alles seinen "italienischen" Weg.

Neben den Olivenölen stellt Ranise auch aromatische Pesti und eingelegte Gemüse her. Da Ligurien eine wichtige Blumen- und Gemüseregion in Italien ist, kann der Familienbetrieb das Gemüse direkt vor der Haustüre einkaufen.

 

Santa Tea

Die Ölmühle Santa Tea, auf der Hochebene von Reggello gelegen, widmet sich bereits seit dem 15. Jhd. der Produktion von extra nativem Olivenöl.

Im Herzen der Verbindungen zwischen Fiesole, Florenz und Arezzo, liegt die Mühle. Sie besitzt ihren Namen dank der gleich ernannten romanischen Kappelle aus dem Jahre 1000.

Die Familie Gonnelli kaufte die Ölmühle im Jahr 1585. Noch heute ist die vortreffliche Qualität des extra nativen Olivenöls der Santa Tea Mühle das Resultat einer strenger Auswahl aus verschiedenen Olivensorten, die traditionellen Methoden respektierend, sowie die von Hand ausgeführte Ernte der Oliven.

Santa Tea ist der Erzeuger mit der mit Abstand längsten Geschichte. Diese Tradition und Wissenswerk ist an allen Ecken und Enden spürbar. Der Familie Gonnelli macht kein Erzeuger irgend etwas vor.

Auch Santa Tea gratulierten wir für die frohe Botschaft der Auszeichnung des "Feinschmeckers" im Mai 2008. Eines der besten Olivenöle der Welt: "Biologico" von Santa Tea.

Dieses mal hatten wir jedoch wetterbedingtes Pech: statt Sonnenschein und warme Temperaturen erlebten wir das Anwesen bei Dauerregen und wenig mediterranen 16 Grad und das im Sommer! Dafür wurden wir von unseren drei äußerst charmanten Gastgeberinnen mit einem Spaziergang durch die modere und die antike Mühle entschädigt.

Es gibt neue Apparaturen, in Schweden gefertigt, die eine komplette Produktion unter Ausschluss von Sauerstoff, vom Waschen der Oliven bis zur Abfüllung, garantiert. Der Vorteil: geringst möglicher Ölsäuregehalt durch Unterbinden der Oxidation, und damit maximale Haltbarkeit und Frische. Das ist die optimale Verbindung von Innovation und traditionellem Handwerk.

 

Venturino

Venturino ist der Erzeuger mit dem alles begann. Seit nunmehr über 10 Jahren kennen wir diese Ölmühle und ihre hervorragenden Produkte. Zwar ist die Geschichte der Ölmühle, die 1945 begann, nicht so lang im Vergleich anderer, jedoch liegt uns sehr viel an ihr. Hier kennen wir jeden Olivenbaum.

Im Valle Dianesi, in dem nur Taggiasca Oliven angebaut werden seht nunmehr eine neue Ölmühle. Die Familie Walter Venturino bezog einfach ein paar Meter Richtung Meer ein neues Domizil. Hier fehlt zwar der Charme der Vergangenheit, dafür ist das Anwesen und die Anlagen auf dem neusten Stand. Hier fällt die schwere Arbeit leicht.

Die Familie Venturino ist auch weit über die Grenzen Liguriens für ihre in Taggiasca Olivenöl eingelegten Gemüsevariationen und herrlich duftenden Pesti bekannt.

Salvina Venturino hat ihre Männer, den Laden und die Mühle fest im Griff. Wir kennen keine Frau, die einen Neubau, Olivenernte, Verkauf und Herstellung so spielerisch und eifrig vereinen kann: eine unvergleichliche Powerfrau, die sich jedes mal bei uns beschwert, dass wir zu wenig italienisch können und gleichzeitig über beide Ohren strahlt, wenn wir neue Ausdrücke auf Italienisch ihr entgegenschmettern.