Warenkunde OlivenölEinsatzmöglichkeiten: Olivenöl extra Vergine zum Braten, Schmoren und FrittierenIn Deutschland ist die Meinung weit verbreitet, dass Olivenöl nur für kalte Speisen wie beispielsweise Salate verwendet werden kann. Fakt ist jedoch, dass in den Mittelmeerländern Olivenöl extra Vergine für den kompletten Kochalltag verwendet wird, also auch zum Braten, Schmoren und Frittieren. Der Rauchpunkt dieses Olivenöls liegt bei 180°C. Bis zu dieser Temperatur kann Olivenöl gefahrlos erhitzt werden und behält dennoch seine gesunden Eigenschaften bei. Dank der gesunden Eigenschaften des Olivenöls werden Ihre Fleisch- und Fischgerichte sowie ihre frittierten Speisen bekömmlicher und kalorienreduzierter als bei der Verwendung tierischer Fette. Der Oelhandelskontor Tipp: Sie können das beim Frittieren verwendete Olivenöl bis zu dreimal wieder verwenden. Damit sparen Sie Geld.
Einsatzmöglichkeiten: Olivenöl extra Vergine für Salate, Gemüse und kalte SpeisenSalate, Gemüse und kalte Speisen werden schmackhafter durch exzellentes Olivenöl extra Vergine. Dieses Öl unterstreicht den Eigengeschmack der Speisen. Durch gezieltes Einsetzen von leichten, fruchtigen oder kräftigen Olivenölen entsprechend des ausgesuchten Salates oder Gemüsesorten kann ein neues Genusserlebnis erreicht werden. Der Oelhandelskontor Tipp: In dem Artikel „welches Öl eignet sich am besten“ finden Sie Tipps für den gezielten Einsatz unterschiedlicher Olivenöle.
Einsatzmöglichkeiten: Olivenöl extra Vergine für Desserts, Kuchen und PralinenOlivenöl ist eine hervorragende Alternative zu Butter für Süss-Speisen. Da pflanzliches Fett viel gesünder ist als tierisches Fett werden die Desserts bekömmlicher und leichter. Saucen und Crèmes weisen eine deutlich geringere Kalorienhöhe auf. Der Oelhandelskontor Tipp: Probieren Sie einmal Erdbeeren mit Vanille-Olivenöl. Kuchen erhalten ihre lockere Konsistenz durch das Aufschlagen der Butter. Da dieses mit Olivenöl nicht möglich ist, kann nicht für alle Kuchenteige Olivenöl verwendet werden. Jedoch gelingen Biskuit- und Brandteige erstklassig durch den Einsatz von Olivenöl:
Einsatzmöglichkeiten: Welches Olivenöl extra Vergine eignet sich am besten?Leichte, milde extra Vergine Öle:Leichte, milde Öle verwenden Sie am besten für Salate, Gemüse, weißes Fleisch und Desserts sowie zum Backen. Da Olivenöl den Eigengeschmack unterstreicht werden diese Gerichte ausdrucksstärker. Der Oelhandelskontor Tipp: probieren Sie die leichtesten Öle aus Ligurien (Italien), aus der Provence (Frankreich) und aus Mani (Griechenland) Fruchtige extra Vergine Öle:Für herzhafte Salate, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu delikaten Pastagerichten eignen sich am besten fruchtig-elegante Olivenöle. Sie unterstreichen den Gaumengenuss und fördern die besten Aromenstoffe Ihrer Speisen zu Tage. Der Oelhandelskontor Tipp: Sizilien (Italien) und die Toskana (Italien) sind die Anbaugebiete, die die besten fruchtigen Olivenöle produzieren.
Kräftige, intensive extra Vergine Öle:Die kräftig-intensiven Öle sind ideal für Suppen, Schmorgerichte und herzhafte Gemüsesorten wie beispielsweise Hülsenfrüchte sowie zum Grillen. Der Oelhandelskontor Tipp: die kräftigsten Öle stammen aus Umbrien (Italien) und Andalusien (Spanien)
GeschmacksvielfaltGenerell wird Olivenöl in drei Hauptgeschmacksrichtungen eingeteilt
Der Geschmack des Olivenöls ist von vielen Faktoren abhängig: Die Olivensorte gibt einen bestimmte Geschmacksrichtung vor wird aber unter anderem auch durch den Reifegrad noch wesentlich beeinflusst. Je früher die Olive geerntet wird, desto kräftiger und grasiger schmeckt das Olivenöl. Ein längerer Reifegrad sorgt für ein ausgewogenes, weicheres Olivenöl. Auch das Anbaugebiet und die klimatischen Bedingungen beeinflussen den Geschmack. Nicht nur regionale Unterschiede zwischen Nord- und Südregionen, sondern auch unterschiedliche Höhen und Meeresentfernung wirken auf den Geschmack ein. Weitere Einflussfaktoren stellen die Erntemethode und der Erntezeitpunkt dar. Je mehr eine Olive bei der Ernte verletzt wird und desto länger der Oxidationsprozess vor der Pressung anhält, desto schlechter ist die Qualität und die Gefahr sensorischer Fehlaromen steigt. Es ist sehr wichtig, dass die Olive schonend geerntet wird und schnellstmöglich in der Mühle gepresst wird, nur so kann eine hohe Qualität erzielt werden.
GesundheitsaspektBestandteile:
Herstellung: wie entsteht eine OliveMärz: April: Mai: Juni: Juli/August: September: Oktober: Oktober / November / Dezember / Januar
Herstellung: wie wird aus der Olive OlivenölA) Mahlen Nach dem Entfernen der Blätter werden die Oliven gewaschen. Anschließend wandern die Oliven in eine moderne Edelstahlmaschine in der die Früchte durch Messer und Scheiben zu einem Brei gemahlen werden. Durch diesen Vorgang werden die Öltröpfchen aus den Olivenzellen befreit. Früher wurde dieser Vorgang durch Mühlsteine erbracht. Diese dürfen jedoch gemäss den neusten EU-Vorschriften nicht mehr verwendet werden und so starb eine Jahrhundertalte Tradition aus. B) Kneten Durch das Kneten werden die im Brei verteilten Öltröpfchen zusammengeführt. Während des einstündigen Vorgangs scheidet sich das Öl von den wässrigen Bestandteilen ab. Auf der Oberfläche bildet sich eine Öllache, aus der das Schopföl (früher Tropföl) gewonnen wird. Es ist das höchstwertigste extra Vergine Öl, da es noch vor dem eigentlichen Pressprozess gewonnen wird. Tropföl bzw. Schopföl zeichnet sich durch seinen samtigen Geschmack aus. C) Pressen Bei der Pressung werden die flüssigen Bestandteile (Fruchtwasser und Öl) von den festen Bestandteilen (Kern und Fruchtzellen) getrennt. Heute werden Zentrifugalpressen eingesetzt. Im Gegensatz zu den altertümlichen Pressmatten kann dadurch eine viel höhere Qualität erzielt werden. Der Preis für den technischen Fortschritt ist jedoch das Aussterben einer altbewährten weltweiten Tradition. Moderne Maschinen benötigen nur den Pressvorgang um das Öl durch die Zentrifugalkraft zu gewinnen. Ältere Maschinen gewinnen erst durch eine zweite Zentrifuge das Öl. Ob ein oder zwei Zentrifugen benutzt werden hat jedoch keine qualitative Beeinflussung zur Folge. Einzige Qualitätskriterien sind die Beachtung der Temperatur, die niemals 32°C überschreiten darf sowie die Oxidationseinwirkung. Werden die Oliven der Luft während der drei Schritte ausgesetzt setzt sofort ein Oxidationsprozess ein, der das Olivenöl statt frisch und fruchtig ranzig werden lässt. E) Filtern oder naturtrüb Nach dem Pressvorgang wird das Öl teilweise noch gefiltert. Es besteht kein qualitativer Unterschied zwischen gefilterten und naturtrüben Olivenöl. Manche Verbraucher sehen in gefiltertem Olivenöl eine höhere Qualität während beispielsweise die Italiener eher negativ dem gefilterten Öl gegenüber stehen, da ein weiterer Prozessschritt erfolgt.
Qualitätseinteilung
A) Natives Olivenöl extra (extra vergine) B) natives Olivenöl (Vergine) C) Lampantöl D) Raffiniertes Olivenöl E) Olivenöl (Mischung aus raffinierten und nativen Olivenöl) F) Oliventresteröl G) Raffiniertes Oliventresteröl
Preis des OlivenölesViele Konsumenten fragen sich, warum derart grosse Preisunterschiede zwischen Olivenöl aus einem Fachgeschäft und Olivenöl aus dem Supermarkt bestehen. Die Produktion eines hochwertigen Olivenöles der besten Kategorie (extra vergine) ist vergleichbar mit der Herstellung von hochwertigem Wein. Der Konsument wundert sich nicht über die Spannweite zwischen preiswerten Weinen im Tetrapack und Qualitätsweinen im Fachhandel. In einer wissenschaftlichen Studie wurden die Herstellkosten für Olivenöl genau analysiert. Ein mittlerer Betrieb mit 3.000 Olivenbäumen muss folgende Kosten pro Jahr tragen:
Damit ergeben sich 54.000 € für 3.000 Olivenbäume. Ein Baum trägt im Schnitt 20 kg Oliven, aus denen circa 4 Liter Öl gewonnen werden. Der mittlere Betrieb gewinnt aus den 3.000 Olivenbäumen ca. 60.000 kg Oliven und kann diese zu 12.000 Liter Öl verarbeiten. Hieraus ergibt sich ein Literpreis von 4,50 € ab Hof. Dazu kommen noch Gewinn für den Produzenten, Lagerung, Abfüllung, Transport, Flaschen, Etiketten und die Marge für den Groß- und Fachhandel! Wenn man diese Zahlen kennt wird es offensichtlich, dass ein Olivenöl, das in den Supermärkten unter 3 € angeboten wird, keinesfalls ein qualitativ hochwertiges Olivenöl sein kann. Quelle: R. Righi und V. Tellarini
Olivensorten: wesentliche italienische Olivensorten
Produktion: größte HerstellernationenSpanien: 40,9 % Quelle: IOOC / Informationsgemeinschaft Olivenöl |




